Geschichte des Logos

Seit 1914 hat sich das Zeichen des Italienischen Nationalen Olympischen Komitees mehrmals verändert: Jede Version erzählt ein Stück Geschichte Italiens und seines Sports.

Die Anfänge

Das CONI, das Italienische Nationale Olympische Komitee, wurde 1914 als Teil der internationalen olympischen Bewegung gegründet. Seine Aufgabe ist es, den italienischen Sport über die nationalen Verbände zu organisieren und zu fördern.

Das erste Logo

Das erste Zeichen entstand Anfang der Zwanzigerjahre, in der Zeit des Faschismus, als der Sport als Mittel der körperlichen und moralischen Erziehung galt. Es vereinte die fünf olympischen Ringe, das Liktorenbündel, die Trikolore und das Kürzel C.O.N.I. mit Punkten, gekrönt von der Krone des Königreichs. In diesen Jahren erkannte der Staat das CONI als öffentlich-rechtliche Körperschaft mit eigener Rechtspersönlichkeit an.

1947: das Logo der Republik

Im republikanischen Italien verschwinden die Königskrone und das Liktorenbündel aus dem Zeichen. Da die staatlichen Beiträge wegfallen, finanziert sich das CONI über Sportwetten, Totocalcio und Totip, die über die Sisal abgewickelt werden.

1960: die Olympischen Spiele in Rom

Für die Spiele in Rom wird das Logo vereinfacht und von den Bezügen zur Vergangenheit befreit: Es bleiben das Kürzel mit Punkten, die olympischen Ringe und ein Stern. Feste Gestaltungsregeln gibt es jedoch nicht: Das Kürzel erscheint mal in serifenloser Schrift, mal mit Serifen, mal ohne die Ringe.

1968: das Band von Mimmo Castellano

Mit der Gründung der Jugendspiele (Giochi della Gioventù) beauftragt das CONI den Grafiker Mimmo Castellano mit einem neuen Logo. Es entsteht ein schlichter, strenger Schriftzug: Die ersten drei Buchstaben werden aus einem einzigen Band gebildet. In sehr kleinen Grössen gingen die feinen weissen Linien jedoch verloren; deshalb wird das Zeichen 1984 mit hellblauen Linien leichter gestaltet.

2004: das I-team

Für den olympischen Zyklus von Athen 2004 bis Turin 2006 entwickelt die Agentur Inarea die Identität der italienischen Olympiamannschaft, des I-team, die später auch zur Identität des CONI wird. Es ist ein Schild aus Linien, die so breit sind wie die Buchstaben des Wortes «Italia»: die ersten drei grün, die übrigen rot. Der Schriftzug CONI ist in Frutiger-Grossbuchstaben gesetzt.

2014: das Trikolore-Wappen

Hundert Jahre nach seiner Gründung erneuert das CONI seine Identität ein weiteres Mal, wieder mit Inarea. Das Logo greift das dreifarbige Wappen auf, das alle von den Trikots der italienischen Athletinnen und Athleten kennen: goldener Rand, der Schriftzug Italia unter den fünf olympischen Ringen, der Name CONI in Grossbuchstaben in der Schrift Gotham. Es ist das Zeichen, das heute den italienischen Sport vertritt, auch in der Schweiz.

Quelle: Texte nach dem CONI-Eintrag des Museo del Marchio Italiano.

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